Begehung 2019

 

 

 

Ein Termin steht in der Gemeinde Muttenz fest verankert im Jahresprogramm: Die Begehung des „Weg der Hoffnung“, immer am 24. Juni, dem Johannistag.

 

Dieses Jahr war die Pilgerschar besonders gross, insgesamt fast 80 Personen. Sängerinnen und Sänger der Kantorei St. Arbogast beteiligten sich und sangen bei der Station „Leben“ die „Hymne an Gott“ von Johann Michael Hadyn.

 

Nach dem Glockengeläut der St. Arbogastkirche um 19 Uhr marschierte man zur ersten Station, „Die Schöpfung“. Pastor Ismael Weber von der evangelischen Mennonitengemeinde sprach darüber, dass Gott die Welt nicht nur am Anfang schuf, sondern immer noch schöpferisch tätig ist. Er betonte die neue Schöpfung, die mit der Auferstehung Jesu begonnen hat und die Gott einmal vollenden wird. Hanspeter Plattner, Pfarrer der reformierten Kirche, erinnerte sich bei der zweiten Station «Leben» an den Biologieunterricht. Wie das Blatt für Fotosynthese Sonnenlicht braucht, brauchen wir das Wort Gottes fürs Leben. Beides ein Wunder. René Hügin, Pfarrer der katholischen Kirche referierte bei der Station „Trauer“ über die verschiedenen Gesichter der Trauer. Dann die Station „Auferstehung“. Die Treppe nach oben verengt sich. Stufe um Stufe geht es nach oben, passend zum Taizé-Lied „Meine Hoffnung“, aufsteigend von Hoffnung über Freude, Stärke, Licht zu Christus meine Zuversicht.

 

Wie will man „Hoffnung“ künstlerisch umsetzen? Das war auch die Frage von Andrea Moren, bevor das Objekt sichtbar war. Auch wenn das Kunstwerk nicht alle ästhetisch überzeugen kann und der Zugang einigen schwer fällt, ist eine gute Idee umgesetzt worden. Mir ist die Aussage der Künstlerin hängen geblieben, nämlich „über den Horizont denken“. Andrea Moren von der katholischen Kirche erzählte an dieser Station, welche Erfahrungen sie mit Jugendlichen gemacht hat, wenn sie im Religionsunterricht als Thema diesen Pilgerweg abschreitet und die Jugendlichen eine Umfrage machen lässt.

 

Das Kreuz“, die letzte Station oben auf dem Wartenberg, ist ein Gemeinschaftswerk aller Künstler. Der angehende Pastor Nicolas Dipner von der Chrischonagemeinde teilte mit der Pilgerschar seine Gedanken zum Kreuz.

 

Der Abschluss fand wie immer mit Hefekranz, Kaffee, Tee oder Mineralwasser vor der Mittleren Ruine statt. Wer noch etwas länger geblieben ist, durfte einen wunderbaren Sonnenuntergang über den Vogesen erleben.

 

Es ist immer wieder schön, erleben zu dürfen, wie Menschen aus dem Umfeld der verschiedenen christlichen Kirchen in Muttenz ins Gespräch gekommen sind.

 

Und nächstes Jahr am Johannistag findet die nächste Begehung statt. Es ist ein Jubiläum. Diesen Pilgerweg in Muttenz gibt es dann seit zwanzig Jahren!

 

 

 

Im Namen der Arbeitsgruppe der christlichen Gemeinden in Muttenz

 

 

 

David Neugebauer

 

Die Referenten : René Hügin (kath),  Hanspeter Plattner (ev.ref),  Andrea Moren (kath),

                               Ismael Weber (men),  Nicolas Dipner (chrischona)

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